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Link Aggregation (LACP)
Stell dir eine zweispurige Autobahn zwischen zwei Städten vor. Wenn der Verkehr zunimmt, baust du keine neue Autobahn – du fügst eine dritte und vierte Spur hinzu. Genau das macht Link Aggregation mit Netzwerkverbindungen: Mehrere physikalische Kabel werden zu einem logischen Link zusammengefasst. Die Bandbreiten addieren sich, und wenn ein Kabel ausfällt, fährt der Verkehr einfach über die verbleibenden weiter – ohne Unterbrechung.
Der Standard dafür heißt IEEE 802.3ad / LACP (Link Aggregation Control Protocol). Cisco nennt diese Technologie auch EtherChannel. Aus Sicht des Netzwerks und des Spanning Tree Protocols sieht das gesamte Bundle wie ein einziger großer Link aus – STP blockiert damit keine der Leitungen.
1) Bundle-Simulation: Bandbreite und Ausfall
Vier physikalische Gigabit-Links ergeben logisch 4 Gbit/s. Die Animation zeigt, was passiert, wenn einzelne Links ausfallen:
Gi0/1 – Gi0/4
Gi0/1 – Gi0/4
2) LACP-Modi: Wann entsteht ein Bundle?
LACP-Ports können in zwei Modi betrieben werden: Active (sendet aktiv LACP-Nachrichten und initiiert den Bundle-Aufbau) und Passive (wartet auf LACP-Nachrichten und antwortet nur). Ob ein Bundle entsteht, hängt von der Kombination auf beiden Seiten ab:
3) Konfiguration (Cisco)
Zusammenfassung
LACP (IEEE 802.3ad / EtherChannel): mehrere physikalische Links → ein logischer Port-Channel. Bandbreiten addieren sich, Ausfall ohne Unterbrechung. STP sieht Bundle als einen Link. Modi: Active + Passive oder Active + Active = Bundle. Passive + Passive = kein Bundle. Load Balancing per Hash.
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