- 1 Section
- 10 Lessons
- unbegrenzt
- Cloud Computing10
- 1.1Cloud-Grundbegriffe: IaaS, PaaS, SaaS
- 1.2Public, Private, Hybrid, Multi-Cloud
- 1.3AWS, Azure, Google Cloud im Vergleich
- 1.4Cloud-Preismodelle
- 1.5Skalierbarkeit: horizontal vs. vertikal
- 1.6Shared Responsibility Model
- 1.7Cloud-Migration: Lift & Shift, Refactor
- 1.8SLA in der Cloud
- 1.9DSGVO und Cloud: AVV, Drittlandtransfer
- 1.10Aufgaben Cloud
Aufgaben Cloud
Diese Lektion ist anders aufgebaut: kein neuer Stoff, sondern Üben. Du bekommst zehn Aufgaben im IHK-Stil, die quer durch alle Themen dieses Kurses gehen – von IaaS/PaaS/SaaS-Zuordnung über Skalierung bis zur DSGVO-Compliance. Nach jeder Antwort siehst du die ausführliche Lösung mit Verweis auf die zugehörige Lektion. Ziel: bevor du in die Prüfung gehst, kannst du die typischen Cloud-Fragetypen sicher beantworten.
Tipp zur Bearbeitung: Versuche jede Aufgabe zuerst ohne Hilfe. Sieh dir die Lektionen erst dann an, wenn du gar keinen Anhaltspunkt mehr hast. Falsche Antworten zeigen dir, wo du noch nachschauen solltest. Die Auswertung am Ende sagt dir, wie prüfungsreif du bist.
Infrastructure as a Service liefert nur die rohe virtuelle Infrastruktur (vCPU, RAM, Storage, Netzwerk). Das Betriebssystem installiert und pflegt der Kunde selbst – samt Patches, Konfiguration, Software-Stack. Bei PaaS bekäme er bereits eine fertige Plattform, bei SaaS eine fertige Anwendung. Mehr in Cloud-Grundbegriffe.
Die Kombination aus On-Premises (bzw. Private Cloud) und Public Cloud heißt Hybrid Cloud. Multi-Cloud wäre die parallele Nutzung mehrerer Public-Cloud-Anbieter (z. B. AWS + Azure + GCP). Das beschriebene Szenario ist sehr typisch für deutsche Mittelständler. Mehr in Cloud-Modelle.
Rechenweg: Ein Monat hat 30 × 24 × 60 = 43.200 Minuten. 0,1 % davon sind 43,2 Minuten – mit der genaueren Monatslänge (30,44 Tage) etwa 43,8 Min. Für die IHK-Prüfung reicht:
(100 − 99,9) % von 30 Tagen ≈ 44 Min. Mehr in SLA in der Cloud.
Mehrere identische Instanzen + Load-Balancer = horizontale Skalierung (Scale-Out). Vertikale Skalierung würde die einzelne VM größer machen (mehr vCPU/RAM). Vorteil horizontal: nahezu unbegrenzte Kapazität, höhere Ausfallsicherheit. Voraussetzung: stateless Anwendung. Mehr in Cloud-Skalierbarkeit.
Identitäten, Berechtigungen und Daten bleiben IMMER beim Kunden – auch bei SaaS. Microsoft 365 zeichnet zwar Logins auf, aber wenn jemand das Passwort eines Mitarbeiters errät, ist das nicht Microsofts Problem. OS-Patches sind bei IaaS Kundenaufgabe, ab PaaS Anbieteraufgabe. Hardware und Hypervisor liegen immer beim Anbieter. Mehr in Shared Responsibility Model.
Die eigene Anwendung wird komplett durch eine SaaS-Lösung ersetzt – das ist „Drop & Shop". Rehost wäre, das vorhandene Exchange auf eine Cloud-VM zu kopieren. Replatform wäre, einzelne Komponenten zu modernisieren. Refactor wäre, die Anwendung neu zu schreiben. Mehr in Cloud-Migration-Strategien.
Rechnung:
0,999 × 0,999 × 0,999 = 0,997002… = ca. 99,70 %. Bei drei Komponenten in Reihe verschlechtert sich die Gesamt-Verfügbarkeit gegenüber der einzelnen Komponente. Aus 44 Min monatlicher Downtime pro Komponente werden bei der Gesamtkette ~131 Min. Mehr in SLA in der Cloud und Verfügbarkeit berechnen.
Seit Juli 2023 erleichtert das DPF wieder den Datentransfer in die USA – aber nur an Unternehmen, die sich aktiv DPF-zertifizieren. Privacy Shield (Vorgänger) wurde 2020 vom EuGH gekippt (Schrems II). Safe Harbor war noch davor (gekippt 2015, Schrems I). Praxis: Mit DPF + EU-Region des Anbieters ist die Konstellation derzeit rechtssicher. Mehr in DSGVO und Cloud.
Spot Instances sind bis zu 80 % günstiger als On-Demand, können aber vom Anbieter mit 2 Min Vorwarnung beendet werden. Perfekt für unterbrechbare Workloads wie Batch-Jobs, Datenanalyse, Tests. Reserved Instances wären für 24/7-Workloads optimal, Savings Plans für teilweise flexible Workloads. Mehr in Cloud-Preismodelle.
Sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, ist nach Art. 28 DSGVO ein AVV zwingend. SLAs regeln Verfügbarkeit/Service-Qualität, NDAs Geheimhaltung, EULAs die Nutzungsbedingungen – das sind alles andere Vertragstypen. Bei Hyperscalern wird der AVV elektronisch im Kunden-Portal abgeschlossen. Mehr in DSGVO und Cloud und Auftragsverarbeitungsvertrag.
🎓 Auswertung
Schau dir die Lösungen jeder Aufgabe an – dort siehst du, in welcher Lektion das Thema vertieft behandelt wird.
Zum Abschluss: Was du nach diesem Kurs können solltest
Dieser Kurs hat dich durch die wesentlichen Cloud-Computing-Themen geführt, die in der IHK-Prüfung eine Rolle spielen. Du solltest jetzt sicher sein bei:
- Den drei Service-Modellen IaaS, PaaS, SaaS samt Zuordnung konkreter Dienste
- Public / Private / Hybrid / Multi-Cloud als Bereitstellungsmodelle
- AWS, Azure und Google Cloud mit ihren Stärken
- Cloud-Preismodelle und Kostenfallen (Egress, vergessene VMs, falsche Sizing)
- Horizontale vs. vertikale Skalierung, Auto-Scaling, Stateless-Prinzip
- Shared Responsibility Model – wer ist für welche Schicht verantwortlich
- 6R-Migrationsstrategien (Rehost, Replatform, Repurchase, Refactor, Retire, Retain)
- SLA in der Cloud – Neunen-Rechnung, Composite-Verfügbarkeit, Service Credits
- DSGVO und Cloud – AVV, Drittlandtransfer, EU-US DPF, BSI C5
Bei mindestens 8 / 10 Punkten oben bist du auf einem sehr guten Stand. Für die Prüfung selbst lohnt es sich, die Querverbindungen zu anderen Kursen zu vertiefen – Virtualisierung als Cloud-Grundlage, Container als moderne Cloud-Workloads, DSGVO-Grundlagen als rechtlicher Rahmen, und Hochverfügbarkeit als operative Disziplin.
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