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- WLAN – Wireless LAN10
- 1.1WLAN-Standards 802.11a/b/g/n/ac/ax
- 1.2Frequenzbänder 2,4 / 5 / 6 GHz
- 1.3SSID, BSS, ESS
- 1.4WEP, WPA, WPA2, WPA3
- 1.5WPA2-Enterprise vs. WPA2-Personal
- 1.6WLAN-Infrastruktur planen
- 1.7Access Point, Controller, Mesh
- 1.8WLAN-Interferenzen und Troubleshooting
- 1.9RADIUS-Authentifizierung (802.1X)
- 1.10Aufgaben WLAN
WLAN-Standards 802.11a/b/g/n/ac/ax
„WLAN" klingt nach einem einzigen Standard – in Wirklichkeit steckt dahinter eine ganze Familie von Technologien, die seit 1997 von der IEEE unter dem Dach 802.11 entwickelt wird. Jede Generation bringt höhere Geschwindigkeit, bessere Reichweite oder neue Frequenzbänder. Der Buchstabe hinter 802.11 (a, b, g, n…) war lange die offizielle Bezeichnung, seit Wi-Fi 4 gibt es auch eingängigere Marketingnamen.
Wichtig für die Praxis: Du wirst in Unternehmen kaum noch 802.11b oder 802.11g begegnen – die sind seit Jahren abgelöst. Relevant sind heute 802.11n (2,4 und 5 GHz), 802.11ac (5 GHz, der aktuelle Massenstandard) und 802.11ax (Wi-Fi 6, Multi-User MIMO). Für die IHK-Prüfung musst du die Standards, ihre Frequenzbänder und ungefähren Maximalgeschwindigkeiten kennen.
1) Interaktive Zeitleiste – klicke auf einen Standard
2) Was bedeuten die technischen Begriffe?
OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing): Das Signal wird auf viele schmale Teilfrequenzen aufgeteilt, die gleichzeitig übertragen werden. Das macht WLAN deutlich robuster gegen Mehrwegeausbreitung (Reflektionen im Raum).
MIMO (Multiple Input, Multiple Output): Mehrere Antennen senden und empfangen gleichzeitig – nicht als Redundanz, sondern als parallele Datenströme. „4×4 MIMO" bedeutet 4 Sendeantennen und 4 Empfangsantennen. MU-MIMO (Multi-User) verteilt diese Streams auf mehrere Geräte gleichzeitig.
Kanalbreite: Breiter Kanal = mehr Daten pro Zeiteinheit, aber mehr Platzbedarf im Frequenzspektrum und anfälliger für Interferenzen. 20 MHz, 40 MHz, 80 MHz, 160 MHz – je breiter, desto schneller, aber desto schwieriger konfliktfrei zu planen.
3) Rückwärtskompatibilität – der versteckte Performance-Killer
Ein Wi-Fi-6-Access-Point ist abwärtskompatibel zu Wi-Fi 5, 4, 3 und 1. Sobald sich ein altes 802.11g-Gerät verbindet, muss der AP auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunterregeln – alle anderen Clients werden dadurch langsamer. Das ist der Hauptgrund, warum Unternehmen in neuen Installationen 2,4 GHz für Legacy-Geräte und 5/6 GHz für moderne Geräte trennen und SSIDs nach Gerätetypen aufteilen.
Zusammenfassung
802.11-Familie: b/g = 2,4 GHz (veraltet), a = 5 GHz (veraltet), n (Wi-Fi 4) = Dual-Band mit MIMO, ac (Wi-Fi 5) = 5 GHz Massenstandard mit MU-MIMO, ax (Wi-Fi 6) = OFDMA für dichte Umgebungen. Je höher der Standard, desto höher Durchsatz – aber Rückwärtskompatibilität kostet Performance.
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