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- Windows Server10
- 1.1Windows Server Editionen und Lizenzierung
- 1.2Rollen und Features: AD DS, DNS, DHCP, IIS
- 1.3Active Directory installieren
- 1.4Benutzer, Gruppen, OUs verwalten
- 1.5Gruppenrichtlinien (GPO) erstellen
- 1.6Windows-Backup und Wiederherstellung
- 1.7Ereignisanzeige (Event Log)
- 1.8WSUS – Windows Server Update Services
- 1.9Remote Desktop Services (RDS)
- 1.10Aufgaben Windows Server
WSUS – Windows Server Update Services
Stell dir vor, 300 Windows-PCs und Server in deinem Unternehmen müssen jeden Monat Sicherheitsupdates erhalten. Ohne zentrale Verwaltung würde jedes Gerät die Updates einzeln von Microsoft-Servern herunterladen – das sind bei 300 Geräten und typischen Patch-Tuesday-Updates schnell hunderte Gigabyte an Datenverkehr ins Internet. Und du hast keine Kontrolle: Wann wird installiert? Wurde ein kritischer Server schon gepatcht? Hat Update XY Probleme mit eurer Software?
Genau das löst WSUS (Windows Server Update Services). WSUS ist ein kostenloser Windows-Server-Dienst, der als zentraler Update-Server im internen Netzwerk arbeitet. Er lädt Updates einmal von Microsoft herunter, speichert sie lokal, und verteilt sie dann nach deinem Zeitplan an alle Clients. Du genehmigst Updates bevor sie ausgerollt werden, gruppierst Computer in Testziele und Produktionsziele, und siehst in einer Übersicht welche Geräte schon gepatcht sind und welche nicht.
1) Wie WSUS im Netzwerk arbeitet
Der Datenfluss mit WSUS ist einfach: Microsoft veröffentlicht Updates auf seinen Update-Servern. Dein WSUS-Server synchronisiert diese Updates einmal – den Traffic bezahlt das Unternehmen nur einmal, nicht einmal pro Gerät. Die Clients sind per Gruppenrichtlinie (GPO) so konfiguriert, dass sie Updates nicht von Microsoft, sondern von deinem WSUS-Server beziehen. Du genehmigst welche Updates ausgerollt werden sollen.
Quelle aller Updates
synchronisieren →
Genehmigung + Verteilung
verteilen →
intern vom LAN
2) WSUS einrichten – die wichtigsten Schritte
Die Einrichtung besteht aus vier Phasen: Rolle installieren, initialen Setup-Wizard durchlaufen, Computer-Gruppen anlegen, und Clients per GPO auf WSUS umleiten. Klicke die Phasen auf:
Invoke-WsusServerCleanup -CleanupObsoleteUpdates -CompressUpdates -DeclineExpiredUpdates -DeclineSupersededUpdates ausführen. Ohne regelmäßige Bereinigung wächst die WSUS-Datenbank auf zig GB an und wird langsam.Zusammenfassung
WSUS = zentraler Update-Server. Vorteile: Bandbreiteneinsparung, Kontrollierter Rollout, Genehmigungsprozess, Compliance-Reporting. Computer-Gruppen für gestaffelten Rollout (Test → Produktion). Clients per GPO auf WSUS umleiten (Port 8530/8531). Monatliche Bereinigung der WSUS-Datenbank nicht vergessen.
