- 1 Section
- 10 Lessons
- unbegrenzt
- IP-Adressierung und Grundlagen10
- 1.1IPv4-Grundlagen: Aufbau, Oktette, Binär
- 1.2Netzklassen A, B, C
- 1.3Subnetzmaske verstehen
- 1.4CIDR-Notation
- 1.5Subnetting Schritt für Schritt
- 1.6Netzadresse, Broadcast, Hostanzahl berechnen
- 1.7VLSM – Variable Length Subnet Mask
- 1.8Private IP-Bereiche und NAT
- 1.9IPv6: Aufbau, Schreibweise und Adresstypen
- 1.10Subnetting-Aufgaben
VLSM – Variable Length Subnet Mask
VLSM – Variable Length Subnet Mask ist die Weiterentwicklung des einfachen Subnettings: Statt alle Subnetze gleich groß zu machen, wird jedes Subnetz genau so groß gemacht, wie es gebraucht wird. Eine Abteilung mit 100 Geräten bekommt ein /25, eine kleine Servergruppe mit 10 Geräten bekommt ein /28, und ein Punkt-zu-Punkt-Link bekommt ein /30. Das spart Adressraum und ist heute Standard in professionellen Netzwerken.
VLSM setzt CIDR-Kenntnisse voraus: CIDR-Notation, Subnetting. Die Grundregel: Größte Subnetze zuerst zuweisen, danach kleinere in den verbleibenden Adressraum. Das verhindert, dass kleine Subnetze den Adressraum fragmentieren.
1) VLSM-Beispiel: ein Netz, vier verschiedene Subnetze
Gegeben: 192.168.1.0/24. Anforderungen: Abteilung A (100 Hosts), Abteilung B (50 Hosts), Server (20 Hosts), WAN-Link (2 Hosts).
2) VLSM-Rechner – eigene Anforderungen
Gib ein Ausgangsnetz und beliebig viele Subnetz-Anforderungen (Name + benötigte Hosts) ein. Der Rechner weist die Subnetze VLSM-optimal zu.
VLSM vs. festes Subnetting
| Festes Subnetting | VLSM | |
|---|---|---|
| Subnetzgröße | Alle gleich groß | Jedes Subnetz individuell |
| Adressverschwendung | Hoch (große Subnetze für kleine Gruppen) | Gering (passgenaue Größen) |
| Komplexität | Einfach | Höher (Reihenfolge wichtig) |
| Voraussetzung | Classful Routing | CIDR / Classless Routing |
| Einsatz heute | Selten (nur einfache Netze) | Standard in Enterprise-Netzen |
