- 1 Section
- 10 Lessons
- unbegrenzt
- DNS – Domain Name System10
- 1.1Was ist DNS?
- 1.2DNS-Hierarchie: Root, TLD, SLD, Subdomain
- 1.3Auflösungsvorgang Schritt für Schrit
- 1.4DNS-Eintragstypen: A, AAAA, CNAME, MX, PTR, TXT
- 1.5DNS-Server: Resolver, Forwarder, Authoritative
- 1.6DNS-Zonen und Zonentransfer
- 1.7DNS unter Windows Server einrichten
- 1.8DNS unter Linux (BIND) einrichten
- 1.9DNS-Sicherheit: DNSSEC, DNS over HTTPS
- 1.10Aufgaben DNS
Was ist DNS?
Stell dir vor, du müsstest dir zu jeder Website, die du besuchen willst, die IP-Adresse merken: 142.250.185.68 statt google.com, 157.240.241.35 statt facebook.com. Unbrauchbar. Genau dieses Problem löst das DNS – Domain Name System: Es übersetzt menschenlesbare Domainnamen in maschinenverständliche IP-Adressen – und gilt deshalb zu Recht als „Telefonbuch des Internets".
DNS ist allgegenwärtig und für fast jede Netzwerkkommunikation notwendig: Jeder Aufruf einer Website, jede E-Mail, jede Cloud-Anwendung beginnt mit einer DNS-Abfrage. Wenn DNS ausfällt, ist das Internet „kaputt" – auch wenn alle Verbindungen technisch intakt sind. DNS läuft standardmäßig über UDP Port 53 (schnell, für normale Abfragen) und TCP Port 53 (für große Antworten und Zonentransfers). Details zum Protokoll-Stack: OSI-Referenzmodell, DHCP vergibt die IP des DNS-Servers automatisch.
1) Das Telefonbuch-Prinzip
Die Analogie zum Telefonbuch erklärt DNS perfekt: Du kennst den Namen einer Person (= Domainname), aber nicht die Telefonnummer (= IP-Adresse). Du schaust im Telefonbuch nach (= DNS-Abfrage), bekommst die Nummer zurück und kannst anrufen (= Verbindung aufbauen). Das Telefonbuch muss aktuell bleiben – genau wie DNS, wenn Server umziehen und neue IP-Adressen bekommen.
2) Was DNS leisten kann – und was nicht
in-addr.arpa.3) Simulierte DNS-Abfrage
Im Alltag nutzt man nslookup oder dig um DNS-Einträge abzufragen. Die folgende Simulation zeigt typische Ausgaben für bekannte Domainnamen.
nslookup google.com im Terminal zeigt die echten DNS-Antworten. dig google.com liefert ausführlichere Informationen inklusive TTL, Record-Typ und Antwortzeiten. Beide Tools sind unter Windows, macOS und Linux verfügbar.Zusammenfassung
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Zweck | Übersetzung Domainname ↔ IP-Adresse |
| Port | UDP 53 (Abfragen), TCP 53 (Zonetransfer, große Antworten) |
| OSI-Schicht | Schicht 7 (Anwendungsschicht) |
| Caching | TTL (Time to Live) steuert Cache-Dauer |
| Sicherheit | Standard: unverschlüsselt. Absicherung durch DNSSEC, DoH, DoT |
| Hierarchie | Root → TLD → SLD → Subdomain (Details: DNS-Hierarchie) |
