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Grundlagen der IP-Adressierung
Damit Computer, Server, Drucker oder Smartphones miteinander kommunizieren können, braucht jedes Gerät im Netzwerk eine eindeutige Adresse – die IP-Adresse.
Sie funktioniert wie eine Hausadresse: Damit ein Datenpaket (z. B. ein Ping) beim richtigen Empfänger ankommt, muss der Absender wissen, wohin es geschickt wird.
1. Was ist eine IP-Adresse?
Eine IP-Adresse ist eine numerische Kennung, die jedem Gerät im Netzwerk zugewiesen wird.
Sie besteht aus 32 Bit, also vier Blöcken mit jeweils 8 Bit (den sogenannten Oktetten).
Jeder Block wird in Dezimalform dargestellt und durch Punkte getrennt.
Beispiel:
192.168.1.25
In Binärform:
11000000.10101000.00000001.00011001
Jeder Block kann Werte von 0 bis 255 annehmen.
Das ergibt über 4 Milliarden mögliche Adressen – allerdings sind viele davon reserviert oder privat.
2. Aufbau: Netzanteil und Hostanteil
Eine IP-Adresse besteht aus zwei logischen Teilen:
Netzanteil: beschreibt das gesamte Netzwerk (z. B. alle Geräte in der Verwaltung)
Hostanteil: beschreibt das einzelne Gerät innerhalb dieses Netzwerks
Vergleich: Der Netzanteil ist die Straße, der Hostanteil die Hausnummer.
Nur die Kombination aus beiden macht die Adresse eindeutig.
Beispiel:
IP-Adresse: 192.168.10.15
Subnetzmaske: 255.255.255.0
→ Netzanteil: 192.168.10
→ Hostanteil: .15
3. Private und öffentliche IP-Adressen
Nicht jede IP-Adresse ist im Internet sichtbar.
Man unterscheidet:
Private IP-Adressen – werden in lokalen Netzen verwendet, z. B. zu Hause oder in Firmen.
Diese Bereiche sind reserviert (RFC 1918):
10.0.0.0 – 10.255.255.255 (Klasse A)
172.16.0.0 – 172.31.255.255 (Klasse B)
192.168.0.0 – 192.168.255.255 (Klasse C)
Öffentliche IP-Adressen – werden von Providern vergeben und sind weltweit eindeutig.
Dein Router nutzt meist eine öffentliche IP nach außen, während deine Geräte im LAN nur private IPs haben.
4. Beispiel: Kommunikation im Netzwerk
Angenommen, du hast folgende Geräte:
Router: 192.168.1.1
PC1: 192.168.1.10
PC2: 192.168.1.20
Drucker: 192.168.1.30
Alle liegen im gleichen Netz, z. B. 192.168.1.0/24.
Der gemeinsame Netzanteil 192.168.1 sorgt dafür, dass sich alle Geräte direkt erreichen können.
Ein Ping von PC1 zu PC2 funktioniert ohne Router.
Liegt ein Gerät aber in einem anderen Netz (z. B. 192.168.2.5),
muss der Router den Datenverkehr weiterleiten.
5. Sonderadressen
Einige IP-Adressen haben spezielle Bedeutungen:
| Adresse | Bedeutung |
|---|---|
| 127.0.0.1 | Loopback-Adresse (eigener PC, „localhost“) |
| 0.0.0.0 | Platzhalter / unbekannte Adresse |
| 255.255.255.255 | Broadcast an alle im gleichen Netz |
| Netzwerkadresse | z. B. 192.168.1.0 – beschreibt das Netz |
| Broadcastadresse | z. B. 192.168.1.255 – sendet an alle Hosts |
IP-Explorer: Netz- & Hostanteil verstehen
6. Zusammenfassung
Eine IPv4-Adresse besteht aus 32 Bit (4 × 8 Bit).
Sie teilt sich in Netzanteil und Hostanteil.
Private IPs werden intern genutzt, öffentliche im Internet.
Die Subnetzmaske legt fest, wie groß ein Netz ist.
Ohne IP-Adresse keine Kommunikation im Netzwerk.
